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Klangkombüse

"Das isser." 1983 in Köln geboren und schon früh von Musik fasziniert. Ein Dialog mit dem Vater (sinngemäß):

"Vater, woher rührt dieses Geräusch?" – "Aus dem Stereo."

Fast konnte man meinen, er wüsste es selbst nicht so genau. Aber bei den Nachbarn stand ein Klavier, und da kam auch etwas raus, wenn man draufdrückte. Hier improvisierte ich meine ersten Stücke, während der Raum sich langsam leerte.

Darauf folgte eine regelrechte Obsession mit einem Kassetten-

rekorder, der auch aufnehmen konnte. Jetzt machte ich also Radio! "Hier sind die Nachrichten! Es regnet. Gleich gibt's Essen, aber ich weiß noch nicht, was. Das kriegen wir auch noch raus, bleiben Sie dran!"

In diesem Rekorder fand ich auch meinen ersten Soundeffekt: Die halb gedrückte Pausetaste!

Musik zum Leiern bringen, Stimmen pitchen – the sky was the limit. Und das alles mit einem Gerät, das kaum größer und schwerer war als ein Laptop später mal sein würde.

Danach testete ich sehr ausführlich Keyboards, ein Kinderschlagzeug und eine Gitarre, und etwas später meinen ersten MIDI-Sequencer. Eigene Sachen zu programmieren war schon ziemlich fein, nur die Sounds waren noch nicht die besten. Daher nutzte ich das Ding später hauptsächlich um Gitarrenideen mit Bass und Schlagzeug zu unterstützen. Ja, Gitarre – tatsächlich habe ich irgendwann eingesehen, dass ich das richtig lernen will und dass Unterricht vielleicht nicht das Schlechteste wäre.

Der nächste Kind-im-Süßigkeitenladen-Moment war es, eine richtige Version von Logic zu haben. Jetzt schien die Milchstraße die Grenze zu sein! Ich machte die ersten Musiken für Animiertes und Filmstudenten.

Nach einem Intermezzo in Musikwissenschaft landete ich an der Akademie Deutsche Pop. Schließlich braucht man auch ein bisschen Theorie im Leben um sich die Musik der Großen zu erarbeiten. An dieser Stelle möchte ich ganz gerne damit angeben, in Komposition die volle Punktzahl erreicht zu haben. Hundert Stück, ich habe nachgezählt und jeden einzelnen an die Wand gehängt.

Nach dem Studium habe ich dann ein Jahr meinem Lieblingsfilmmusiker Chris Heyne in München assistieren dürfen, während der Arbeit an "Vision - aus dem Leben der Hildegard von Bingen". Die Musik wurde für den Preis der Deutschen Filmkritik nominiert. Es war eine schöne und spannende Zeit und lehrreich sowieso.

Jetzt ist Köln wieder meine Homebase und ich freue mich auf alles, was da noch kommen mag! Jan Paul Bachmanns Film "Unter den Händen" war für den Studio Hamburg Nachwuchspreis nominiert, und auch da habe ich subtil musizieren dürfen; Jan Seemanns "Summer Knows" lief auf zahlreichen Festivals, unter anderem Cannes und Brooklyn International.

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